Auch am Montag waren rund um das von russischen Truppen besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja wieder Explosionen zu hören. Die Ukraine beschuldigt die russischen Truppen, das AKW als Festung zu nutzen, um von dort auf die am anderen Ufer des Dnipro-Stausees liegenden Kleinstädte Nikopol und Marhanez zu schießen. Russland hingegen behauptet, die Ukraine beschieße die Anlage mit Drohnen, schwerer Artillerie und Raketenwerfern.
Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Uno-Generalsekretär António Guterres sprachen nun in einem Telefonat über die Lage in der Ukraine und über die Bedingungen für einen sicheren Betrieb des AKWs. Die Regierung in Moskau hatte der Uno vorgeworfen, einen bereits vereinbarten Besuch von Experten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) im letzten Moment gestoppt zu haben. Uno-Sprecher Stéphane Dujarric wies das am Montag zurück: »Das Uno-Sekretariat ist nicht befugt, Aktivitäten der IAEA zu blockieren oder abzubrechen.« Die IAEA handle unabhängig.

Zuletzt hatte es Unstimmigkeiten darüber gegeben, wie ein Reiseweg der IAEA-Experten aussehen könnte. Die Ukraine würde eine Mission ausschließlich durch von Russland besetztes Gebiet – etwa über die Krim oder auf anderem Wege über die russisch-ukrainische Grenze – nicht erlauben. Die Uno wiederum hatte erklärt, dass die Ukraine über die logistischen und sicherheitstechnischen Kapazitäten verfüge, um eine IAEA-Delegation nach Saporischschja von Kiew aus zu unterstützen.
Weiterbildung Zur Verantwortlichen Pflegefachkraft Bei Maxq Düren In Nordrhein Westfalen
Aus Russland hieß es nun allerdings, eine IAEA-Inspektion könne nicht von der ukrainischen Hauptstadt aus erfolgen. »Stellen Sie sich vor, was es bedeutet, durch Kiew zu fahren – es bedeutet, dass sie durch die Frontlinie zum Atomkraftwerk gelangen«, zitiert die Nachrichtenagentur RIA den russischen stellvertretenden Leiter der Abteilung für nukleare Sicherheit und Rüstungskontrolle, Igor Wishnewetsky. Dies sei wegen der »nicht einheitlich aufgestellten« ukrainischen Streitkräfte ein großes Risiko.
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der berüchtigten russischen Söldnergruppe Wagner in der Ostukraine angegriffen. Der Stützpunkt sei bei dem Präzisionsangriff zerstört worden, erklärte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj. Die Söldner der russischen Wagner-Gruppe sind für ihre Brutalität berüchtigt, die Gruppe gilt als Russlands »Schattenarmee«.
In Donezk hat der Prozess gegen fünf Europäer begonnen, bei denen es sich russischen Medienberichten zufolge um Söldner handeln soll. Die fünf Angeklagten – ein Schwede, ein Kroate und drei Briten – plädierten den Berichten zufolge auf nicht schuldig. Nach dem Gesetz der selbst ernannten prorussischen Volksrepublik Donezk könnte den Europäern die Todesstrafe drohen.

Razzia In Mehreren Bundesländern: Mutmaßliche Schleuserinnen Bei Durchsuchungen Festgenommen
Die nächste Gerichtsanhörung wurde ohne Angabe von Gründen erst für Oktober angesetzt, wie russische Medien weiter berichteten. Nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti waren der Schwede, der Kroate und einer der Briten im ukrainischen Hafen Mariupol gefangengenommen worden. Ihnen drohe wegen versuchter »Machtübernahme« und »Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt als Söldner« die Hinrichtung.
Gegen einen weiteren Briten wird demnach als einziger Vorwurf erhoben, ein Söldner zu sein. Dem dritten Briten werde der Prozess gemacht, weil er Söldner für den Kampf in der Ukraine rekrutiert habe.

Am Montag erklärte außerdem das Verteidigungsministerium in Moskau, ein britisches Aufklärungsflugzeug aus dem russischen Luftraum gedrängt zu haben. Der britische Flieger habe die Luftgrenze zwischen der Barentssee und dem Weißen Meer verletzt. Ein russischer Kampfjet habe es daraufhin aus dem Luftraum vertrieben.
Mail Order Customer Service Advisor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland erneut mit Nachdruck zum Rückzug seiner Soldaten aus dem Atomkraftwerk Saporischschja aufgefordert. Er warnte einmal mehr auch vor den Folgen einer möglichen nuklearen Katastrophe. »Jeder radioaktive Zwischenfall im Atomkraftwerk Saporischschja könnte auch zu einem Schlag gegen die Staaten der Europäischen Union und gegen die Türkei und gegen Georgien und gegen die Staaten weiter entfernter Regionen werden.« Alles hänge nur von der Richtung und der Stärke des Windes ab, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft.

Er bekräftigte zudem seine Forderungen vom Wochenende nach Sanktionen gegen den russischen Atomkonzern Rosatom und die gesamte Nuklearindustrie des »Terrorstaates«. »Wenn die Welt jetzt nicht die Kraft aufbringt und die Entschlossenheit, um eine Atomanlage zu schützen, dann heißt das, dass die Welt verliert«, sagte Selenskyj. Es gehe um den Schutz vor radioaktiver Verstrahlung.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland erneut mit Nachdruck zum Rückzug seiner Soldaten aus dem Atomkraftwerk Saporischschja aufgefordert. Er warnte einmal mehr auch vor den Folgen einer möglichen nuklearen Katastrophe. »Jeder radioaktive Zwischenfall im Atomkraftwerk Saporischschja könnte auch zu einem Schlag gegen die Staaten der Europäischen Union und gegen die Türkei und gegen Georgien und gegen die Staaten weiter entfernter Regionen werden.« Alles hänge nur von der Richtung und der Stärke des Windes ab, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft.

Er bekräftigte zudem seine Forderungen vom Wochenende nach Sanktionen gegen den russischen Atomkonzern Rosatom und die gesamte Nuklearindustrie des »Terrorstaates«. »Wenn die Welt jetzt nicht die Kraft aufbringt und die Entschlossenheit, um eine Atomanlage zu schützen, dann heißt das, dass die Welt verliert«, sagte Selenskyj. Es gehe um den Schutz vor radioaktiver Verstrahlung.
0 komentar
Posting Komentar